Fred Stein

Dresden - Paris - New York 
Eine Kooperation im Rahmen der HANNAH ARENDT TAGE

23.10.19 BIS 26.1.20

Untere Sammlung

Im Rahmen der HANNAH ARENDT TAGE 2019 zeigt das Sprengel Museum Hannover eine monografische Ausstellung zu Fred Stein (1909-1967). Stein fotografierte Hanna Arendt, Bertolt Brecht, Willy Brandt, Marlene Dietrich, Otto Dix und viele andere. In Dresden geboren, floh der Sohn eines Rabbiners im September 1933 gemeinsam mit seiner Frau Liselotte vor den Nationalsozialisten nach Paris. Eine Leica und die rückhaltlose Unterstützung seiner Partnerin begründeten dem ausgebildeten Juristen in der Fremde die Existenz als Fotograf. 

In Paris bewegte sich Stein im Umfeld links engagierter Emigranten. Bekanntschaften mit prominenten Persönlichkeiten, die Bildwelten von Künstler*innen seiner Zeit und ein neuer Markt für Reportagen beeinflussten sein fotografisches Schaffen. Neben pittoresk-poetischen Paris-Ansichten interessierten ihn zunehmend sozial relevante Motive. 

Im Jahr 1941 gelang den Steins wie auch Hannah Arendt die Emigration in die USA. Fred Steins Fotografien formulierten nun die Freude an der Entdeckung der ‚neuen Welt‘. Die politische Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt fotografierte Stein wiederholt, mit ihm teilte Arendt die Erfahrungen von Exil und Staatenlosigkeit. Ab etwa 1950 konzentrierte Fred Stein sich schließlich ganz auf die Porträtfotografie. 

Eine Kooperation im Rahmen der HANNAH ARENDT TAGE 2019

Die HANNAH ARENDT TAGE sind eine Veranstaltung der Landeshauptstadt Hannover, Büro Oberbürgermeister, Wissenschaftsstadt Hannover, in Kooperation mit der Leibniz Universität Hannover, Institut für Politikwissenschaft, und der VolkswagenStiftung.

Kuratorin: Inka Schube