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Projekte und Kollaborationen

9.7. bis 1.9.19

Einblickshalle

Akteur*innen aus dem Netzwerk des Sachgebietes Junge Kultur des Kulturbüros der Landeshauptstadt Hannover gestalten in Kooperation mit der Abteilung Bildung und Kommunikation aus dem Sprengel Museum Hannover die Einblickshalle des Museums unter dem Motto „GENERATOR erzeugt. GENERATOR holt hervor. GENERATOR wandelt.“

Junge Kulturschaffende mit verschiedenen künstlerischen Hintergründen wurden dazu eingeladen, den Raum zu übernehmen und sich anzueignen. In einem kooperativen Prozess, einem künstlerisch dialogischen Miteinander, werden die Akteur*innen eine Installation erschaffen, die Wände, Boden und Fenster der Einblickshalle mit skulpturalen und bildnerischen Verfahren, Handlungen und Eingriffen vor Ort bespielt. Neben den künstlerischen Arbeiten, werden für die Besucher*innen des Museums Workshop-Angebote stattfinden, die von den Akteur*innen organisiert und geleitet werden.

GENERATOR versteht sich als ein „Work-In-Progress“, dass über mehrere Monate entwickelt wurde. Impulsgeber war die Abteilung für Bildung und Kommunikation des Sprengel Museum Hannover, die sich Anfang des Jahres die Frage stellte, was passieren würde, wenn sie einen Raum des Museums an junge Kulturschaffende zur freien Nutzung übergeben würde.

Für die Realisierung des Projekts konnte das Kulturbüro als Kooperationspartner gewonnen werden. Dieses leitete eine offene Einladung an ihr Netzwerk von jungen Kulturakteur*innen aus Hannover weiter und initiierte ein erstes Treffen. Seit Frühjahr 2019 wurde von den Akteur*innen in regelmäßigen Treffen gemeinsam entwickelt, was jetzt GENERATOR ist. Die Abteilung Bildung und Kommunikation des Sprengel Museum Hannover und das Kulturbüro traten dabei als begleitende Koordinatoren auf.

Seit dem 9. Juli ist GENERATOR für die Öffentlichkeit sichtbar. Die Einblickshalle des Museums wird über den Sommer zu einem Werkstatt-Atelier, in welchem die Akteur*innen die Konzepte ihrer (installativen) Wand- und Bodenarbeiten entwickeln und umsetzen können. Um den Entstehungsprozess kontinuierlich beobachten zu können, wird den Besucher*innen des Museums kostenloser Eintritt in die Einblickshalle gewährt. Die Besucher*innen werden so Zeugen der kreativen Prozesse und erhalten durch Gespräche mit den Akteur*innen und die Nutzung von kostenfreien Workshops die Möglichkeit der Partizipation.

Koordinator*innen:

Gabriele Sand und Theresia Stipp, Sprengel Museum Hannover, Abteilung Bildung und Kommunikation, Bernd Jacobs, Nina Diel, Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover, Sachgebiet Junge Kultur

Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover.

 


Förderer

 

 


 

Die Akteur*innen nach eigenen Worten

Helene Bierstedt

Helene Bierstedt ist Modedesignerin und Aktivistin für eine faire Textilindustrie. Mit nachhaltigen und partizipativen Methoden gestaltet sie Kleidung und tritt in den Dialog mit Verbraucher*innen zu Themen wie Produktion, Nutzung und Verwertung von Kleidung. Für GENERATOR hat sie den Workshop „STRICKEN IM MUSEUM von Hand und mit Maschine“ entwickelt.

Wert der Dinge

Im Studio WERT DER DINGE hinterfragen Jessica Grömminger und Lena Hoppe seit 2017, was den Wert von Dingen in unserer Umwelt ausmacht und wie wir diese zusammen mit unseren Mitmenschen gestalten können. Ihrem Anspruch entsprechend werden sie in ihrem Workshop in Dialog mit den Besucher*innen des Museums treten und ein kommunikatives Sitzobjekt im „MÖBELBAUWORKSHOP“ bauen.

Kalagrafik

Die beiden Grafikdesigner Kai und Laura Gläser sind kalagrafik. Für GENERATOR werden sie die Fenster der Einblickshalle mit ihren grafischen Arbeiten bespielen. Das Duo beschreibt sich wie folgt: „Zwei sind es, seit 2007, die haben nicht nur einen Vogel sondern zwei. kalagrafik ist linientreu, detailversessen, experimentell sowie konzeptionell, komplex oder auf ex, schwarz auf weiß oder bunt auf Grund Material egal. Die sind always thirsty, nehmen alles wie es kommt und setzen es kala um. - feel kala - “.

Kartel

Hinter Kartel verbirgt sich ein Hannoveraner Graffitikünstler, der sich stets zwischen Nostalgie und Moderne bewegt. Seine Arbeiten sind durch die Auseinandersetzung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion geprägt. Für GENERATOR entwickelt er eine skulpturale Installation im Raum der Einblickshalle, die als Display für seine Graffiti-Motive fungiert und die für ihn typischen Farben Blau, Weiß und Rot aufnimmt.

Max Meyer

Max Meyer erschafft Großformate, die als Wandbilder oder wie für das Projekt GENERATOR als ein riesiges Bodenbild in Erscheinung treten. Es sind figurative Motive aus Linien und Formen; „Nichts Aufregendes“, wie er selbst über seine Arbeit schreibt. Und dennoch beeindrucken sie allein durch ihre Größe und erinnern hier im Museum an Werke die in der Sammlung ausgestellt sind.

Jascha Müller

Ob als enthusiastischer Graffiti-Maler oder Designer im Video- und Filmbereich, wird Jascha Müller durch eine kreative Schaffenskraft angetrieben. Im Kontext von GENERATOR wird er ein Graffiti der besonderen Art an der Stirnwand der Einblickshalle fertigen: ein Tanz mit einem elektronisch gesteuerten Sprühroboter, dem Spraybot.

Nosignal

Im neu gegründeten Kollektiv noSignal verbinden Vincent Franke, Julius Theissen und Samira Körner ihre künstlerisch-technischen Fähigkeiten und erkunden die Sphären, die sich „über den Tellerrand hinaus“ befinden. Mit bewegter Materie bespielen die Künstler*innen Flächen oder ganze Räume mit ihren visuellen Konzepten, die sie in Form von 3D-Mapping, Video- und Lichtinstallationen sichtbar und auch die Räume selbst somit neu erfahrbar machen. Für GENERATOR reagieren sie mit einer Lichtinstallation auf die entstehenden Wandbilder.

Simon Schirmer

Der kursive Strich ist Simon Schirmers Markenzeichen. Auf Druckgrafiken, Wänden und Objekten zeigt er seine verworrenen Darstellungen des alltäglichen Ritts durch eine Welt voller Fakten und Fiktionen. Dabei bleibt er illustrativ bei einem schwarzen Strich und lässt die Dinge nahbar erscheinen. Neben grafischen Arbeiten an der Wand leitet er bei GENERATOR gemeinsam mit Julia Thomas und Mel Wilken den Workshop „EINMAL RISO, IMMER RISO!“.

Julia Thomas

Julia Thomas findet sich in der Symbiose zwischen Wort und Weichzeichnung wieder. Mit ihrer Arbeit möchte sie Unentdecktes im Alltagstaumel beim Namen nennen und einen leichten Zugang zu den Werken schaffen. Für GENERATOR entwickelt sie eine interaktive Raumskulptur und leitet gemeinsam mit Simon Schirmer und Mel Wilken den Workshop „EINMAL RISO, IMMER RISO!“.

Mel Wilken

Mel Wilken ist seit zwei Jahren illustrativ aktiv und arbeitet viel auf Papier. „Papiere sind manchmal endlich im Format. Wände etwas weniger. Stabiler sind sie auch, weshalb ich mich nun auch an die Wand traue“. Inspiriert von der psychedelischen Szene der 1970er-Jahre, setzt er sich in seinen Motiven oft mit Schwerelosigkeit, Reflexion oder meditativen Zuständen auseinander. Dabei macht er sich die Stilistik des Comics immer wieder zum Werkzeug. Für GENERATOR entwickelt er eine Wandarbeit und leitet gemeinsam mit Julia Thomas und Simon Schirmer den Workshop „EINMAL RISO, IMMER RISO!“.

Jonas Wömpner

Jonas Wömpner ist gelernter und freischaffender Fotograf, Deeskalationstrainer und Mitbegründer des Graffiti Netz Hannover. Unter dem Namen „Hochkreativ“ erstellt er Fassadenbemalungen mit Graffitikunstwerken und arbeitet darüber hinaus im Bereich der Bildung zum Thema von Hip-Hop Kultur. Für GENERATOR entwickelt er ein Graffiti an der gegenüber der Fensterfront liegenden Wand.